04.09.2009
Hat Opel eine Zukunft?
Ich hoffe sehr dass Opel eine Zukunft hat. Langfristig können Arbeitsplätze aber nur gesichert werden, wenn Opel innovative Produkte anbietet. Der Markt für solche Produkte darf nicht wie bei der Abwrackprämie künstlich erzeugt sein, sondern muss auf dem Angebot qualitativ hochwertiger, verlässlicher Autos basieren.
Ich halte es schon für zweifelhaft, dass man bei Opel wie einst bei Holzmann hilft, während kleinere und mittlere Unternehmen schlicht alleine gelassen werden. Ich mache die Bundesregierung für das Stocken der Verhandlungen mit General Motors (GM) über die Zukunft von Opel verantwortlich. Es war ein Fehler nur auf einen Anbieter als Käufer des Unternehmens zu setzen. Ein zweiter großer Fehler war es, dass die Bundesregierung finanzielle Zusagen macht, ohne überhaupt unterschriftsreife Verträge zu haben. Ich wundere mich, dass man im Gegenzug zu diesen Zusagen nicht die Loslösung von GM rechtlich abgesichert hat. Die Bundesregierung hätte nach meiner Auffassung völlig neutral sein und dann den besten Partner akzeptieren müssen. Wieder einmal zeigt sich, dass der Staat sich als Unternehmer nicht eignet. Jetzt muss man prüfen, was an Angeboten auf dem Tisch liegt und entscheiden, was für den deutschen Steuerzahler und die Opel-Beschäftigten in Deutschland das beste Konzept ist. Ich hoffe, dass dies alles trotz der Politik ein gutes Ende für Opel nimmt. Die Mitarbeiter von Opel hätten es verdient.