Kirchen und Religionsgemeinschaften
Der demokratische Rechtsstaat garantiert die Gewissens- und Glaubensfreiheit sowie die Gleichbehandlung der unterschiedlichen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften. Er schafft somit den Rahmen für ein friedliches und tolerantes Miteinander. Die Religionsgemeinschaften haben im Gegenzug die Werte und Bestimmungen des Grundgesetzes anzuerkennen, einzuhalten und in ihre Gemeinschaften zu tragen.Wir Liberale sind davon überzeugt, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Staat und Religionsgemeinschaften bei Gewährleistung der weltanschaulichen Neutralität in vielen Bereichen von gegenseitigem Interesse ist. Auch wenn der Staat weltanschaulich neutral ist, so ist er doch auf die Herausbildung gesellschaftlicher Werte angewiesen.
Die FDP im Deutschen Bundestag steht im engen Austausch mit allen in Deutschland vertretenen Religions- und Glaubensgemeinschaften und begrüßt ihre politische Partizipation. Wir haben immer ein offenes Ohr für die Belange der Religionsgemeinschaften und nehmen ihre Argumente sehr ernst. Wir wollen im Rahmen des für die Politik Möglichen die ökumenischen Beziehungen und die interreligiösen Kontakte und somit den interkulturellen Dialog fördern.
Das Grundrecht der Glaubens- und Gewissensfreiheit ist ein universelles Menschenrecht und hat weltweite Geltung. Seine Einhaltung ist Pflicht aller Staaten und darf nicht von Gegenseitigkeit abhängen. Liberale Außenpolitik ist wertgebunden und strebt ein friedliches Miteinander der Weltreligionen an.
Im Koalitionsvertrag hat die christlich-liberale Koalition folgende Grundsätze verankert:
"Religionsgemeinschaften"
Den Christlichen Kirchen kommt eine unverzichtbare Rolle bei der Vermittlung der unserem Gemeinwesen zugrunde liegenden Werte zu. Wir wissen, dass auch andere Religionen Werte vermitteln, die einen positiven Einfluss auf unsere Gesellschaft haben.
Wir achten alle Religionszugehörigkeiten. Besondere Verantwortung tragen wir für die jüdischen Gemeinden als Teil unserer Kultur. Wir werden den Dialog mit den Kirchen, Glaubensgemeinschaften und religiösen Vereinigungen noch stärker betreiben.
Fortsetzung der Deutschen Islam Konferenz
Die Deutsche Islam Konferenz (DIK) hat dazu geführt, dass neben einem den religiösen Gemeinschaften vorbehaltenen interreligiösen Dialog ein Prozess der Annäherung muslimischer Bevölkerungsteile Deutschlands an das deutsche Religionsverfassungsrecht begonnen hat. Diesen Prozess gilt es zu befördern und daher wollen wir die DIK als wichtigstes Forum zwischen dem deutschen Staat und den in Deutschland lebenden Muslimen fortsetzen.
Ansprechpartner Martin Valchanov