31.08.2010
RUPPERT: Katholische Kirche muss bei zukünftigen Missbrauchsfällen Taten folgen lassen
BERLIN. Zu den heute vorgestellten Leitlinien der Katholischen Kirche für den Umgang mit sexuellem Missbrauch erklärt der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der FDP-Bundestagsfraktion Stefan RUPPERT: Die Katholische Kirche stellt sich mit den neuen Leitlinien ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Die FDP-Bundestagsfraktion begrüßt die vorgenommene Verschärfung der Richtlinien ausdrücklich.
Dennoch müssen sich die Leitlinien auch als praktikabel erweisen. Dem geschriebenen Wort müssen im Falle von zukünftigen Missbrauchsfällen auch Taten folgen. Zudem ist zu hoffen, dass sich die Bischöfe noch vor dem nächsten Runden Tisch über die finanzielle Entschädigung von Missbrauchsopfern einigen. Nur so kann die Katholische Kirche Glaubwürdigkeit und Verantwortungsbewusstsein beweisen.Insgesamt werden die neuen Regelungen dem dringend gebotenem Schutz der Missbrauchsopfer besser gerecht. Auch beim Thema Anzeigepflicht und der Frage der Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft sind annehmbare Lösungen erzielt worden.