Der 1947 von Alfred Müller-Armack geprägte Begriff steht für die Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Ziel der sozialen Marktwirtschaft ist eine Gesellschaft in der Balance individuellem Wohlstand durch Wettbewerb und sozialer Verantwortung. Mittel der sozialen Marktwirtschaft ist eine klare staatliche Ordnungspolitik, die den Wettbewerb sichert und zu große private Marktmacht in Kartellen und Monopolen verhindert. Das Erwirtschaften von individuellem Wohlstand dient dazu die Schwachen in der Gesellschaft solidarisch zu unterstützen. Dazu gehört ein Staat, der Wettbewerb organisiert und durchsetzt, der sich unbürokratisch verhält und Anreize zur Leistung setzt. Dazu gehört ein Gesundheitssystem, das den Einzelnen in die Verantwortung nimmt und Bedürftige versorgt genauso wie Mitbestimmung in den Betrieben allerdings in einer neu zu organisierenden Form. Im Alltag fällt es schwer ordnungspolitische Überzeugungen durchzuhalten. Allerdings darf dieser Kompass nicht verlorengehen. Das bedeutet nicht, dass die Anhänger der sozialen Marktwirtschaft einer totalen Ökonomisierung der Gesellschaft das Wort reden, es kommt aber darauf an unseren Wohlstand immer wieder auch zu erwirtschaften. Das muss die FDP auch in einer Koalition mit der CDU immer wieder durchsetzen.